In Kooperation mit Forum für Zusammenleben und Vielfalt e.V.
Das Projekt „Junge Stimmen gegen das Vergessen – Erinnerung gestalten, Zukunft
stärken“ richtet sich an Jugendliche im Alter von 14 bis 27 Jahren und verfolgt das Ziel,
historisches Bewusstsein zu stärken und junge Menschen für die Verbrechen des
Nationalsozialismus – insbesondere für die Verfolgung von Sinti:zze und Rom:nja – sowie für
aktuelle Formen von Antiziganismus zu sensibilisieren. Das Projekt verbindet historisch-
politische Bildung mit Empowerment und fördert demokratische Kompetenzen sowie
gesellschaftliches Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung.
Im Zentrum des Projekts stehen drei thematische Seminare, in denen sich die Teilnehmenden
intensiv mit zentralen Fragen der Erinnerungskultur, der Geschichte des nationalsozialistischen
Völkermords an den Sinti:zze und Rom:nja sowie mit den Kontinuitäten von Antiziganismus in
der Gegenwart auseinandersetzen. Die Seminare vermitteln historisches Wissen, fördern
kritische Reflexion und bieten Raum für Diskussionen über Menschenrechte, Demokratie und
gesellschaftliche Verantwortung. Dabei werden unterschiedliche pädagogische Methoden
eingesetzt, darunter Gruppenarbeiten, moderierte Diskussionen, Analyse historischer Quellen,
Zeitzeugenberichte sowie kreative und medienpädagogische Ansätze.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist Exkursionen zu Gedenkstätten, die den Jugendlichen
eine direkte und vertiefte Auseinandersetzung mit historischen Orten des nationalsozialistischen
Terrors und der Erinnerung ermöglichen. Durch pädagogisch begleitete Rundgänge, Workshops
vor Ort und Gespräche mit Expert:innen erhalten die Teilnehmenden Einblicke in die
historischen Hintergründe der Verfolgung und lernen die Bedeutung von Erinnerungskultur für
die heutige Gesellschaft kennen. Die Besuche an Gedenkstätten sollen insbesondere dazu
beitragen, historische Ereignisse greifbarer zu machen und ein nachhaltiges Verständnis für die
Folgen von Rassismus und Ausgrenzung zu fördern.
Darüber hinaus umfasst das Projekt Schulworkshops, in denen die Jugendlichen ihre im Projekt
erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen an andere junge Menschen weitergeben. In diesen
Workshops werden Themen wie Antiziganismus, Erinnerungskultur, Menschenrechte und
gesellschaftliche Verantwortung behandelt. Die Teilnehmenden werden dabei unterstützt, eigene
Präsentationen, Diskussionsformate oder kreative Bildungsbeiträge zu entwickeln und diese in
Schulen vorzustellen. Auf diese Weise übernehmen sie eine aktive Rolle als
Multiplikator:innen, die zur Sensibilisierung anderer Jugendlicher beitragen und einen offenen
Dialog über Diskriminierung und Vielfalt fördern.
Durch die Kombination aus Seminaren, Gedenkstättenbesuchen und Schulworkshops schafft
das Projekt einen nachhaltigen Lernprozeß, der historisches Wissen mit praktischer Bildungsarbeit verbindet. Ziel ist es, kritisches Geschichtsbewußtsein, demokratische
Kompetenzen und Zivilcourage zu stärken und Jugendliche zu befähigen, sich aktiv für
Menschenrechte, Solidarität und eine diskriminierungsfreie Gesellschaft einzusetzen.
Das Projekt wird von der
Stiftung EVZ und dem Beauftragten der Bundesregierung für
Kultur und Medien (BKM) im Rahmen des Programms JUGEND
erinnert vor Ort & engagiert gefördert.
