Am 28. Dezember 2025 fand in Bonn ein erfolgreicher Workshop statt, organisiert von Roma und Freunde e.V. Bonn in Kooperation mit dem Bundesjugendverband Amaro Drom e.V. sowie dem Roma Integration Zentrum e.V. (RIZ). Die Veranstaltung bot einen wichtigen Raum für Austausch, politische Bildung und Empowerment und richtete sich insbesondere an Kinder und Jugendliche sowie engagierte Akteur*innen aus der Community.
Im Mittelpunkt des Workshops standen bewusst auch die jüngsten Teilnehmenden. In einer wertschätzenden und geschützten Atmosphäre erhielten Kinder die Möglichkeit, ihre Gedanken, Gefühle und Perspektiven sichtbar zu machen. Mit eindrucksvollen Beiträgen aus Drama und Poesie setzten sie bewegende Impulse, die das Publikum berührten und zugleich die Bedeutung frühzeitiger Beteiligung und Selbstermächtigung unterstrichen. Eine kleine Weihnachtsüberraschung sorgte zusätzlich für Freude und stärkte das Gemeinschaftsgefühl.
Jugendliche beteiligten sich aktiv an den inhaltlichen Diskussionen und berichteten offen über eigene Erfahrungen mit Diskriminierung, Ausgrenzung und strukturellen Herausforderungen im schulischen Alltag. Diese persönlichen Erfahrungsberichte machten deutlich, wie präsent Antiziganismus und Benachteiligung weiterhin sind und wie dringend nachhaltige Bildungs-, Empowerment- und Antidiskriminierungsarbeit benötigt wird. Der Workshop bot Raum, diese Erfahrungen ernst zu nehmen, gemeinsam einzuordnen und politische sowie gesellschaftliche Handlungsperspektiven zu entwickeln.
Neben dem Erfahrungsaustausch stand auch die Stärkung von Wissen, Selbstbewusstsein und Handlungskompetenzen im Fokus. Gemeinsam wurde Haltung gezeigt, Solidarität gelebt und Verantwortung übernommen – für eine gerechte, diskriminierungsfreie und demokratische Gesellschaft. Der Workshop verdeutlichte einmal mehr, wie wichtig niedrigschwellige, partizipative Bildungsangebote sind, um junge Menschen zu empowern und ihre Stimmen nachhaltig zu stärken.

