Gedenkveranstaltung zum Europäischen Holocaust

Am 2. August 2025 lud das Roma Integration Zentrum e.V. in Kooperation mit dem Landesnetzwerk „Stimme der Vielfalt“ zu einer Gedenkveranstaltung in die Gedenkhalle Oberhausen ein. Die Veranstaltung wurde gefördert durch den Bundesjugendverband Amaro Drom e.V. Berlin und stand im Zeichen des internationalen Gedenktages an den Völkermord an den Sinti und Roma. Ziel war es, der über 500.000 Menschen zu gedenken, die während des Nationalsozialismus aus rassistischen Motiven verfolgt und ermordet wurden, und zugleich ein klares und sichtbares Zeichen gegen Antiziganismus in Vergangenheit und Gegenwart zu setzen.

Mehr als 50 Teilnehmende aus Politik, Diplomatie, Religionsgemeinschaften, Wissenschaft und Zivilgesellschaft folgten der Einladung und versammelten sich zu einem würdevollen gemeinsamen Erinnern. Die Gedenkhalle bot dabei einen geschützten Raum für stilles Gedenken, persönliche Anteilnahme und politische Reflexion. In den Redebeiträgen wurde eindrücklich deutlich gemacht, dass Erinnerungskultur weit über das historische Gedenken hinausgeht. Sie wurde als aktiver demokratischer Auftrag verstanden, der Verantwortung für die Gegenwart und Zukunft einschließt.

Zentraler Tenor der Beiträge war, dass Antiziganismus auch heute noch eine reale und tief verwurzelte Form von Diskriminierung darstellt, der entschieden entgegengetreten werden muss. Erinnerung wurde als Voraussetzung für Gerechtigkeit, Anerkennung und gesellschaftlichen Zusammenhalt benannt. Nur durch das bewusste Erinnern an die Verbrechen der Vergangenheit könne verhindert werden, dass Ausgrenzung, Hass und rassistische Ideologien erneut Raum gewinnen.

Ein besonderer Dank gilt allen Mitwirkenden, die mit ihren Beiträgen und ihrer Präsenz zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben. Hierzu zählen unter anderem Bundestagsabgeordnete, Vertreterinnen des serbischen Konsulats, der Stadt Oberhausen sowie zahlreiche engagierte Akteurinnen aus der Zivilgesellschaft. Hervorzuheben ist insbesondere das Engagement der Jugendlichen des Roma Integration Zentrums e.V., die die Gedenkveranstaltung aktiv mitgestalteten und damit ein starkes Zeichen für generationsübergreifende Verantwortung und Empowerment setzten.

Die Gedenkveranstaltung am 2. August 2025 war somit nicht nur ein Moment des stillen Erinnerns, sondern auch ein eindringlicher Appell für Gerechtigkeit, Respekt und Solidarität. Sie setzte ein Zeichen der Hoffnung und rief dazu auf, sich gemeinsam für eine inklusive Gesellschaft einzusetzen – eine Gesellschaft ohne Angst, ohne Diskriminierung und ohne Vergessen.

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